40 Jahre Diakonieverein Schnelldorf e.V

10 Jahre Betreuungsgruppe Diadem

40 Jahre Diakonieverein Schnelldorf e.V., 10 Jahre Betreuungsgruppe Diadem, so lautete die Einladung, die an alle Mitglieder der Diakonie sowie an alle Bürger der Gemeinde Schnelldorf erging. Die Veranstaltung fand in der Frankenlandhalle statt.
Zahlreiche Ehrengäste aus Kirche und Gemeinde, Herr Dekan Martin Reutter, Diakonisse Liselotte, die Referentin Frau Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach sowie einige Vertreter des Gemeinderates,

 an der Spitze Frau Bürgermeisterin Christine Freier waren erschienen, um Ihre Verbundenheit zur Diakonie zu zeigen.

Die Jubiläumsfeier begann mit einem musikalischen Vorspiel durch den Posaunenchor Schnelldorf unter der Leitung von Herrn Frank Fischer.

Als besonderen Ehrengast begrüßte Herr Pfarrer Wigbert Lehner, 1, Vorsitzender der Diakonie, Frau Lina Pappler.


Ihr verstorbener Ehemann, Helmut Pappler, damaliger Bürgermeister, initiierte 1978 die Gründung des Diakonievereins.

In seiner Begrüßung drückte Herr Pfarrer Lehner seine Freude darüber aus, dass so viele Leute zu dieser Jubiläumsveranstaltung gekommen sind. Er sei dankbar für das Zusammensein. Es gelte miteinander Lasten zu tragen, miteinander fröhlich zu sein und zu zeigen, wie wertvoll Menschen sind.

Der Gottesdienst begann mit dem Lied: „ Vergiss nicht zu danken „. Begleitet wurden die Lieder vom Posaunenchor Schnelldorf .

In seiner Predigt stellte er die Frage in den Raum: „ Was bin ich wert.“ In der Diakonie haben wir Menschen jeden Alters, die an Krankheiten leiden.
Als Beispiel sprach er von einem geknickten Rohr, als Sinnbild für Zerbrochenes und von einem glimmenden Docht, den man nicht auslöschen darf, das soll bedeuten: „ Ich werfe Dich nicht weg ,Du bist wertvoll, ein unverwechselbarer Mensch, Du bist es wert !“

Nach dem Lied: „ Von guten Mächten „ richtete Herr Dekan Martin Reutter sein Grußwort an die Versammlung.


„ Biblische Arbeit in der Diakonie ist ein Verkündigungsdienst für die Menschen, die uns brauchen. Kirche ist Diakonie und Diakonie ist Kirche.“
Er wünschte der Jubeldiakonie für die nächsten 40 Jahre alles Gute und Gottes Segen.

Frau Bürgermeisterin Christine Freier sagte in ihrem Grußwort, dass die Gemeinde mit ihrem Kommen die Verbundenheit zur Diakonie zeige. Sie begrüßte insbesondere die Anwesenheit von Frau Lina Pappler.
Sie lobte die gute Zusammenarbeit im Vorstand, wo sie die Funktion der 2. Vorsitzenden inne hat.
Frau Freier hob das erweiterte Angebot der Diakonie hervor, das sich den neu aufgekommenen Bedürfnissen der Zeit stelle.

Sie sagte Dank an den Gemeinderat sowie an alle Mitarbeiter der Diakonie. Sie sagte: „ Schön, dass es Dich gibt. „

Pfarrer Wigbert Lehner sagte Dank an die Menschen, die die Diakonie ins Leben gerufen haben und sie auch heute lebendig erhalten. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er Blumen an Frau Lina Pappler.
Blumen verteilte er ebenfalls an die Mitarbeiterinnen der Diakonie.

Das musikalische Nachspiel durch den Posaunenchor rundete den ersten Teil der Veranstaltung ab.
Die schon erwartete Kaffeepause begann nun. Ein reichhaltiges Kuchenangebot erwartete die Gäste. Alle Kuchen waren gespendet worden.


Nach der Kaffeepause begann Frau Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach mit ihrem Festvortrag zum Thema: „ Diakonische Pflege „.

Sie stellte die Frage in den Raum: „ Ist die diakonische Pflege eine finanzierte Dienstleistung oder noch mehr ?“
Sie schilderte eine Situation, wo sich eine Person beklagte, dass man für die pflegerischen Leistungen durch die Diakonie auch noch dafür zahlen müsste.
Diakonische Pflege ist eine erbrachte Leistung und deswegen eine finanzielle Dienstleistung. Die Qualität der Pflege ist auch gesetzlich geregelt, wichtig sei daher, auch die formale Ausbildung. Die Leistung muss nachvollziehbar sein, um an einer Finanzierung durch die Kassen partizipieren zu können.

Eine reine Ökonomisierung wäre das Ende der Diakonie.
Immer mehr Anbieter kommen auf den Markt und die Diakonie muss sich dieser Konkurrenz stellen.
Die Pflege hat sich verändert, sie ist ein Beruf wie jeder andere auch und wird als krisenfreier Beruf verstanden.

Die Diakonie von heute zeigt ein großes Spektrum von Angeboten in der Aus- und Weiterbildung.

Pflege kann mit einem Studiengang bis zum Masterabschluss begangen werden.

Der Dienst am Kranken ist eine Berufung.“

Die diakonische Pflege ist aber mehr als ein finanzieller Auftrag, Pflege am Menschen ist ein biblischer Auftrag. In der Bibel lesen wir das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

Grundsatz: Die Diakonie entspricht dem christlichen Menschenbild.

Es gilt den Menschen ganzheitlich zu erfassen, er ist ein auf Gemeinschaft bezogenes Wesen.

Diakonie heißt auch „ Kontinuität nach dem christlichen Menschenbild „.

Grundsätzlich:
1. Bei der Diakonischen Pflege sprechen wir nicht von

Ökonomisierung

2. Strukturen der diakonischen Pflege sollten unterstützt werden

3. Wertschätzung für die Pflegenden

4. Fort – und Weiterbildung der Pflegenden

Beten Sie für die diakonische Arbeit,

  • werfen Sie Ihr Herz in die diakonische Zukunft „

Mit diesem Appell beendete Frau Prof. Dr. Barbara Städtler- Mach ihren hervorragenden Vortrag zum 40 jährigen Jubiläum des Diakonie Vereins Schnelldorf e.V.

Damit war die Jubiläumsfeier beendet und man konnte das gelungene Fest gemütlich ausklingen lassen.

Hans-Peter Scheurer

Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Diakonie Schnelldorf